Was sind eigentlich Nerds?

Wenn man sich die Wikipedia-Definition (Stand: 20.05.2012) des Begriffs “Nerd” anschaut, dann findet man auf Folgendes:

Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Fachidiot) ist ein gesellschaftliches Stereotyp, das besonders für in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen steht. Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt. Am häufigsten sind Computerfreaks gemeint. Während der Begriff ursprünglich negativ besetzt war, hat er sich in Internetcommunitys und unter Computerspielern und -freaks zu einer selbstironischen Eigenbezeichnung gewandelt.[1]

Das wird dem Nerd jedoch meiner Meinung nach nur bedingt gerecht. Es stimmt, dass Nerds häufig eine Affinität zu Naturwissenschaft oder vor allem (Kommunikations)Technik haben, ein deutliches Zeichen dafür ist, dass sich im Internet vermutlich die allergrößte Nerddichte zu finden ist. Auch mag es stimmen, dass Nerds gerne Dinge genauer wissen als ihre Mitmenschen, sie beschäftigen sich oft tiefergehend mit Themen, die sie interessieren, recherchieren Dinge und lassen andere Menschen häufig auch spüren, dass sie bestimmte Dinge besser wissen (oder es zumindest meinen). Das kann unterhaltsam wie auch nervig sein.

Was meiner Meinung nach allerdings nicht stimmt ist der verbreitete Vorwurf, Nerds seien antisozial oder zumindest nicht so empathisch oder gesellig wie andere Menschen. Ganz im Gegenteil sind viele Nerds in enge soziale Netzwerke eingebunden, seien sie nun online oder offline. Man findet sie sehr oft im universitären Umfeld, in Spieletreffs oder Hackergruppen, aber genauso in Vereinen aller Art, die normalerweise eher Nerd-untypisch wirken. Dort treten sie als Nerds natürlich weniger häufig in Erscheinung.

Nerds sind sehr häufig sehr ehrliche Menschen. Sie spielen kein Spiel im Umgang mit anderen Menschen oder präsentieren sich so, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Das stößt Mitmenschen oft vor den Kopf und irritiert, ist allerdings meiner Meinung nach keine Unfreundlichkeit oder soziale Inkompetenz, sondern lediglich Ausdruck einer moralischen Verpflichtung gegenüber der Wahrheit und der Ehrlichkeit.

Auch haben Nerds einen ausgeprägten und ausgezeichneten Sinn für Humor, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er häufig Mitdenken und Kreativität erfordert oder dass sich Witze auf Pop- und Nerdkultur beziehen. Das lässt Nerdwitze für Außenstehende häufig unlustig und unverständlich erscheinen.

Gefunden bei Marcel Wegermann

Das meiner Meinung nach wichtigste Merkmal von Nerds ist jedoch, dass sie die Welt um sich herum mit anderen Augen sehen, als viele ihrer Mitmenschen. Sie sind Querdenker, die in der Lage sind, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten, um unkonventionelle Lösungen für unkonventionelle Probleme zu finden. Sie sind kreativ und haben oft Ambitionen, ihre Umwelt auf irgendeine Art und Weise mitzugestalten. Sie lieben die intellektuelle Herausforderung und tüfteln gerne an Probleme, wo andere gar keine sehen. Sie sind anders als andere und darauf auch noch stolz. Und das ist der Grund, warum ich Nerds für den angenehmsten Schlag Menschen auf der Welt halte. :)

ZDF.kultur – Roche & Böhmermann

Roche & Böhmermann

Bild: Tim Bartel

Die seit dem 4. März ausgestrahlte ZDF.kultur-Talksendung “Roche & Böhmermann” ist nun nach sieben gezeigten Sendungen und einer Best-of-Folge, in der die vergangenen Sendungen von den beiden namensgebenden Moderatoren Charlotte Roche und Jan Böhmermann kritisch resümiert wurden, in eine ausgedehnte Sommerpause gegangen. Diese Gelegenheit lässt sich nutzen, um selbst ein erstes Fazit über das Konzept und die Gestaltung der Sonntagabend-Unterhaltungstalkshow zu ziehen.

Roche und Böhmermann beschreiben ihre Sendung selber als eine Talkshow ganz in der Tradition des frühen Fernsehens und versuchen dieses Flair durch die spartanische Gestaltung des Studios, Tisch- statt Ansteckmikrofone und das Gestatten von Alkohol und Rauchen aufzugreifen. Die Idee wirkt und lässt Roche & Böhmermann glücklicherweise nicht ältlich, sondern auf eine retro-charmante Art und Weise jung und sympathisch wirken. Weiterlesen »

Ein Traum

Ich hatte gerade einen eigenartigen Traum. Er begann damit, dass ich in einer Uni war und dort Chips kaufte. Zwei Kommilitonen kauften auch Chips. Außerdem hatte ich keine Hose, sondern nur Boxershorts an womit ich allerdings kein Problem zu haben schien. Wir verließen dann die Uni und trafen auf dem Vorplatz der Uni einige Nazis, die dort eine Kundgebung abhielten, also wollten wir eine Gegenaktion starten. Ich schlug das Motto “Hosen runter gegen Nazis” vor. Das erschien mir logisch, da ich ja sowieso keine an hatte. Die Situation eskalierte nach einer Diskussion mit dem Nazianführer, der eine graue Uniform trug und artete in eine Auseinandersetzung mit Stöcken und Krücken (!) aus. Ich kämpfte mit einer Krücke und war wohl auch recht gut darin.

Nachdem diese Situation vorbei war, wirkte der Traum wie ein Medienbericht: Die Demonstrationen fanden jetzt in einem Land statt, das in meinem Traum wie Indonesien wirkte, aber nichts damit zu tun hatte (dazu später). Auch hier eskalierten die Auseinandersetzungen, aber schlimmer als vor der Uni. Es kam zu Schießereien und Toten und die Berichterstatter mussten Hals über Kopf fliehen, um nicht zwischen die Fronten zu geraten. Dabei überfuhren sie versehentlich flüchtenden Demonstrationsteilnehmer mit ihren Jeeps und Menschen wurden tot getrampelt. Dieser ganze Abschnitt wurde aus der Sicht der Medien geschildert und wirkte sehr dramatisch.

Als ich den Traum wieder aus meiner Perspektive wahrnahm, war ich mit anderen Menschen auf der Flucht, war allerdings alleine unterwegs. Nach einiger Zeit traf ich auf einige Kommilitoninnen, die ihr Lager am Wegesrand aufgeschlagen hatten, wo es nun wohl auch sicher wahr. Ich wahr unheimlich froh, nun nicht mehr alleine zu sein, ruhte mich dann einige Minuten bei ihnen aus und ging dann noch einmal los, weil ich pinkeln musste. Zu diesem Zeitpunkt fiel mir das erste Mal die Landschft auf: Sie war traumhaft schön, weitläufig und der Boden war von goldgelben Gräser bedeckt, die ihn aussehen ließen, als wäre es der ultimative Herbst. Es war sehr warm, trocken, die Sonne schien und ich ging in Richtung einer Baumgruppe.

Hinter dieser Baumgruppe verbarg sich eine kleine Siedlung die sehr urig und europäisch aussah: Kleine, schmale Steinhäuschen schmiegten sich aneinander und bildeten enge Gassen. Das erinnerte mich stark an eine Gasse, die ich mal in Edinbugh fotografiert habe. In dieser Siedlung gab es einen kleinen Friedhof, der komplett von Bäumen überschattet war. Dort war es dann plötzlich angenehm kühl, dunkel und feucht. Ich verließ den Friedhof durch ein Tor, ging über eine Gasse und betrat einen weiteren Teil des Friedhofs, der ebenfalls überschattet war. Er war aber von drei Seiten mit Natursteinmauern umgeben und von einer Seite von den hohen Mauern einiger Häuser. Außerdem stand in dem Hof eine einzelne weiße Kuh.

Ich verließ nun das Dorf wieder und kam an das flache Ufer eines weitläufigen Sees. Auch hier gab es wieder Schatten spendende Baumgruppen und ein Stück entfernt auch einige Häuser. Ich habe mich dort noch eine Weile umgeschaut und mich tierisch geärgert, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte, weil die ganze Landschaft und das Dorf beeindruckende Motive abgegeben hätten. Danach bin ich aufgewacht.

Ein Ei!

Hier das Ei...

Vorhin habe ich ein verlassenes Taubenei auf unserem Balkon gefunden. Erst wollte ich es ausbrüten, aber dann habe ich es gekocht. Später werde ich meine Mitbewohnerin fragen, ob ich es an die Ratten verfüttern darf. Die werden sich sicher freuen. :)

Nach langem mal wieder was Privates…

Ich kann nicht schlafen. Obwohl ich morgen um 8:00 Uhr auf der Arbeit sein sollte, ist es mir unmöglich, einzuschlafen. Bisher hat es mir öfters geholfen, die Gedanken, die ich dann nachts hatte und die mich vom Schlafen abgehalten haben, einfach aufzuschreiben, nur, damit sie nicht nur gedacht, sondern auch irgendwo festgehalten… sozusagen gebannt sind.

Ich denke darüber nach, dass ich das Gefühl habe, keine Freizeit, keine Zeit für mich zu haben, dabei ist mir aufgefallen, dass ich seit dem dem Spieleabend letzten Mittwoch lediglich zwei Abende mit der Katze verbracht habe. Außerdem habe ich seitdem anderthalb Tage gearbeitet und war einen Tag und einen Vormittag in der Uni. Dem gegenüber steht, dass ich seitdem gefühlte drei Tage freie Zeit für mich hatte. Und trotzdem fühle ich mich unruhig und unausgeglichen. Das ist irgendwie dieses ständige Gefühl, dass ich dringend Urlaub gebrauchen könnte… Am besten zwei, drei Wochen einfach nur in meinem Zimmer einschließen und nichts tun. Allerdings ist mir auch klar, dass ich das vermutlich nicht lange aushalten würde, ohne dann doch Sehnsucht nach der Katze zu bekommen.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich, wenn ich mich nicht irre, seit Freitag keinen einzigen Schluck Wasser mehr getrunken habe. Zum Frühstück zwar Milch, Samstag und gestern Abend ein paar Biere und heute auf der Arbeit ein paar Kaffee, aber kein Wasser. Das sollte ich mir dringend abgewöhnen. Das kann nicht gesund sein.

Ich glaube, das waren die beiden Gedanken, die in erster Linie in meinem Kopf herumschwirrten und aufgeschrieben werden wollten. Jedenfalls ist mein Kopf gerade angenehm leer. Mir ist aufgefallen, dass ich mich in letzter Zeit ganz schlecht konzentrieren und an Dinge erinnern kann. Ich hoffe, das kommt vom wenigen Trinken, dann kann man nämlich leicht etwas dagegen tun. :)

Morgen muss ich mal bei meiner Werkstatt anrufen und dann morgen oder übermorgen mein Motorrad zum Kettensatz- und Ölwechsel vorbei bringen. Das ist eigentlich schade, weil ich mir vorhin überlegt hatte, dass ich am Wochenende, wenn das Wetter passt, gerne zu meinem Vater gefahren wäre und mit ihm und meinem Bruder eine Pizza essen gegangen wäre. Das fällt natürlich flach, wenn das Moped in der Werkstatt ist.

War’s das? Ich glaube schon. Mal sehen, ob ich gleich schlafen kann…

Exchange 2010 – Öffentlicher Ordner empfängt keine Mails

Heute endlich mal wieder ein kurzer Artikel aus der IT-Ecke. Dieses Mal mit einem Problem, das mir den halben Tag über Kopfschmerzen bereitet hat.

Das Problem

Ein Öffentlicher Order, der für den Email-Empfang konfiguriert ist, empfängt keine Mails mehr, stattdessen bekommt der Absender eine Unzustellbarkeitsmeldung mit folgender Fehlermeldung zurück:

#554 5.6.0 STOREDRV.Deliver.Exception:ObjectNotFoundException; Failed to process message due to a permanent exception with message Der Active Directory-Benutzer wurde nicht gefunden. ##rfc822;empfaenger@domain

Das Problem tritt auf, wenn sich in der Exchange-Organisation vormals ein Exchange-2003-Server befunden hat.

Die Lösung

  1. Den ADSI-Editor mit adsiedic.msc öffnen.
  2. Verbindung zum Namenskontext “Konfiguration” herstellen.
  3. Innerhalb der Verzeichnisstruktur zur Liste der administrativen Gruppen (hier CN=Administrative Groups) navigieren (siehe Screenshot).
  4. Dort sollten mehrere Administrative Gruppen auftauchen, die beide ein Element CN=Servers enthalten.
  5. Eine der beiden Gruppen ist ein Überbleibsel aus der Exchange-2003-Zeit, dessen CN=Servers-Element leer ist.
  6. Das leere Servers-Element löschen. In diesem Beispiel war es das CN=Servers-Element in CN=Erste administrative Gruppe.

Hintergrund und Links

Weitere Infos zum Problem und Artikel bzw. Foreneinträge, die mir geholfen haben, das Problem zu lösen, finden sich hier:

Let’s Play Orcs Must Die! #04 [HD] [Deutsch] [Blind] – Pfeilwände ftw!

Im vierten OMD-Let’ Play können wir uns im Grunde auf die Schlagkraft unserer Fallen verlassen und den Pfeilwänden dabei zusehen, wie sie die Orkhorden in Geschnetzeltes verwandeln… Keine schwere Aufgabe.

Let’s Play Orcs Must Die! #03 [HD] [Deutsch] [Blind] – Grüne Soße

Im vierten Level von Orcs Must Die! stehen wir unserer bisher größten Bedrohung gegenüber! Nicht etwa einem gigantischer Oger, Orkhäuptling oder sonst einer Grünhaut, sondern einer extrem nervigen Map mit vielen großen Flächen und Ausweichenmöglichkeiten für die grüne Horde. Hier schaffen es auch erstmals in diesem Let’s Play einige Grünhäute, mich zu überrumpeln und in den Spalt zu gelangen, den ich mit Leib und Leben zu verteidigen suche.

Let’s Play Orcs Must Die! #02 [Deutsch] [HD] [Blind] – The Corner

In der zweiten Folge von Let’s Play Orcs Must Die! widmen wir uns dem dritten Level des Spiels und entwickeln unsere Liebe für Pfeile-von-Wänden-abschieß-Fallen. Die Orkhorden werden von unseren Fallen regelrecht zerfetzt und wir überstehen die Runde, ohne dass auch nur ein einziger Ork auch nur in die Nähe unseres Spalts gelangen kann.

Hier wollte ich eigentlich die Kommentarspur mit Audacity aufgenommen haben, habe aber gleichzeitig die Mikrospur auch mit Fraps aufnehmen lassen… ziemlich blöde gelaufen, aber dieses Mal ist die Sprachspur ein wenig lauter und besser verständlich. :)

Let’s Play Orcs Must Die! #01 [Deutsch] [HD] [Blind] – Erster Versuch

Mein erster, schüchterner Versuch, ein Let’s Play aufzunehmen.

Dazu habe ich mir einen Titel ausgesucht, den ich selber noch nicht kannte, der aber bisher in den Kritiken sehr gelobt wurde: Orcs Must Die!

Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus Tower-Defense, Shooter und Hack’n'Slay. Es wird aus der 3rd-Person-Perspektive gespielt und behandelt die Schlachten eines jungen, überheblichen Spalt-Wächter-Lehrlings, der in die Fußstapfen seines verstorbenen Meisters tritt und in dessen Haut wir schlüpfen.

Bei meiner ersten Aufnahme ist leider prompt etwas mit der Abmischung schief gelaufen, daher ist mein Geblubber verglichen mit dem Spielsound etwas leise geraden. Bei der nächsten Aufnahme gelobe ich Besserung und nehme die beiden Tonspuren getrennt auf. :)